Freitag, 25. Juni 2010

Thirty Seconds to Mars in Bielefeld


What a trip!

After Romy, Mareike and me got to Oldenburg on monday with a car that allowed us to drive 120km/h once and then decided to limit the speed to whatever you drive (Did anyone understand that?) we tried to drive to Bielefeld. However, after driving 80km/h we decided to call the ADAC and get a new car; a car that was able to get over 120km/h, but wanted to switch into 5th gear at 70km/h. We were cursed, but we made it.
We made it to Bielefeld, a city that doesn't look like a city. It's more like some villages put together. I don't know why, but somehow I missed the spirit of the city which usually fascinates me in new cities.

The concert was awesome. Jared Leto's voice live is brillant and the atmosphere was great. My second concert of Thirty Seconds to Mars and it was even better than the first one. Probably due to the new album which is perfect for concerts. Whenever you have the chance to see them live, go for it!

Freitag, 11. Juni 2010




Fortsetzung folgt.../to be continued...

Mittwoch, 2. Juni 2010

Es wird Zeit

Zeit nach Hause zu kommen. Heute ist Tag 110, noch vierzehn Tage und Rostock hat mich wieder. In den letzten drei Tagen hab ich fünf Klausuren geschrieben. Ich weiß nicht mal, ob das daheim überhaupt erlaubt ist. Aber hier kümmert es anscheinend niemanden. Nun ja, mich eigentlich auch nicht. Denn bisher waren die Tests doch recht einfach. Sollte ich dennoch durchgefallen sein, ist das wohl ein Zeichen sofort aufzuhören Englisch zu studieren. Fällst du in Malta durch, fällst du überall durch. Nein, mal ehrlich. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen da durchzufallen. Aber wir werden sehen. In zwei Wochen hab ich meine letzte Prüfung, zwischendurch noch ein Ölgemälde und eine Hausarbeit geschrieben und es heißt „Lebe wohl, Malta.“ Und natürlich „auf wieder sehen, Freunde.“ Denn dass ich auf jeden Fall in die Staaten reise, und sei es erstmal nur für ein paar Wochen als Urlaubtrip, steht schon mal zu hundert Prozent fest.

Ich denke dies wird mein letzter Blogeintrag werden. Schon allein weil dieser nicht mehr zu toppen sein wird und ich - nachdem ich mir gerade noch mal das Ende durchgelesen habe – einen Kloß im Hals hatte.

Sarah hat es geschafft in ihrem Blog uns alle super zu beschreiben. Ich mag den Versuch kaum wagen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und irgendwie hat sie mich inspiriert meinen Freunden daheim und meiner Familie einmal richtig von den wundervollen Menschen zu berichten, die ich hier getroffen habe.

Ich beginne mit Jonathan Nash aus Alabama, Hobbybergsteiger und jemand, der gerne anführt. Er liebt Sport, sei es Fußball oder Rugby. Es ist nicht sein erstes Auslandsstudium hier auf Malta. Zuvor war er bereits in Österreich und bringt mich jedes Mal zum Schmunzeln wenn er irgendwelche deutschen Wörter in den Raum wirft.


Der nächste im Bunde der Alabamajungs ist Graham Hughes Lowman, ein weiterer Fußballverrückter, der wie ein kleines Kind von irgendwelchen Fußballern schwärmt, von denen ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Hughes und ich hegen denselben Abscheu vor Krankenhäusern und würden eher verhungern als den dortigen Fraß herunterwürgen zu müssen. Hughes wäre ein guter Politiker – im guten Sinne – denn wenn er irgendwas mit Enthusiasmus verteidigt oder erbarmungslos zerschmettert, will man sofort mitmachen.


Die nächste meiner Lieblingsamerikaner ist Janae Leann Enns, so viele n’s und e’s und a’s; meine Güte. Janae kann man besten mit den Worten „total bekloppt“ beschreiben; im positiven Sinne versteht sich. Wir teilen eine merkwürdige Liebe zu Pocahontas und insbesondere zum Lied „Colours of the Wind.“ Manchmal überrascht sie mich mit für ein Mädchen eher ungewöhnlichen Sätzen und Dingen, von denen sie genau weiß, wie schockiert ich danach bin. Außerdem liebt sie es Deutsch zu hören, auch wenn sie kein Wort davon versteht.


Dritter Alabamaboy ist James David Woodington. Ich will David nicht auf sein perfektes Haar reduzieren, aber ich muss zumindest darüber schreiben. Wenn Mr. Woodington durch die Straßen schwebt, stellt man mit Erstaunen fest, dass die Götter ihm ein unvergleichliches Geschenk gegeben haben, perfekt sitzendes, goldenes Haar. Man muss es in natura gesehen haben, um es tatsächlich zu glauben. Zum Glück hat David auch Charakter, sehr viel Sarkasmus und einen erstaunlichen Grad an Wissen wenn es um Philosophie und Religion geht. Er will Professor werden, und ich will unbedingt irgendwann mal eine seiner Vorlesungen besuchen, einfach weil ich jetzt schon weiß, dass er ein hervorragender Dozent wird.


Die fünfte und – auch wenn man so was eigentlich nicht macht – zweitliebste Person hier, ist Sarah Marie Landerholm. Wie jeder US-Bürger trägt auch Sarah Blut anderer Völker in sich. Allerdings rennt sie nicht überall rum und erzählt, dass sie Vorfahren aus fünfzigtausend verschiedenen Ländern hat, sondern sie zelebriert ihre japanischen Vorfahren auf eine sehr angenehme Art und Weise. Sie kennt die Kultur, die Sprache und war auch schon dort. Zum Glück hänge ich nicht allzu oft mit anderen Amerikanern rum, die ständig allen erzählen woher ihre Vorfahren kommen, ohne wirklich Ahnung von davon zu haben. Sarah trinkt gerne Wein und sitzt auch gerne mal unter’m Tisch. Ob beides in Kombination zueinander steht? Nicht unbedingt. Sie hasst Katzen, aber ich vergebe ihr so wie sie mir vergeben hat. ;)


Letzter im Bunde ist John Fergerson Shults, absoluter Lieblingsami und Lebensretter. Als meine herzallerliebsten Schwestern mir erzählten, dass Außerirdische meine Brüder entführt haben, hielt ich diese immer für tot. Nun weiß ich, dass zumindest einer überlebt hat und bis in die Staaten fliehen konnte. John hegt eine unvergleichliche Liebe zu Gitarren, spielt selbst hervorragend und wird in naher Zukunft definitiv irgendetwas mit ihnen zu tun haben. Aber man kann nicht nur die ganze Zeit lang mit ihm lachen, sondern auch mal ernsthafte Gespräche führen, was mich vor allem an die mindestens zwei Stunden lange Konversation über Serienmörder und Religion erinnert. Sehr inspirierend. Ein hervorragender Musikgeschmack und die beste Imitation der deutschen Sprache, die ich je gehört habe geben ihm den letzten Schliff. He's a gem!


Ich könnte wohl stundenlang von ihnen schwärmen, aber irgendwann muss auch mal gut sein. Umso mehr freue ich mich, wenn ich sie irgendwann alle wieder sehe; wenn ich in einer von Davids Vorlesung sitze, wenn ich auf Johns Hochzeit als einer seiner Trauzeugen Tränen vergieße oder mit Sarah das Land ihrer Vorfahren besuche. Diese sechs Personen, die fast alle einschließlich mir anfangs irgendwo anders hinwollten und dann doch in Malta gelandet sind, werden mir auf ewig in bester Erinnerung bleiben. Schon allein, weil ich Teile ihrer Flaggen auf meiner Wade trage. :)

I love you, guys and thanks for everything.

English version

It's Time

Time to come home. Today's my 110th day, only a fortnight and I'll be back in Rostock. I wrote five exams in the last three days. I'm not even sure if that is allowed back home...But nobody seems to care here. And to be honest, I don't care either, cause so far the exams have been pretty easy. If I still failed I would take that as sign to immediately stop studying English. If you fail in Malta, you fail everywhere. No, seriously. I just can not imagine to fail these tests; but we will see. In fourteen days is my last exam. In the meantime I have to finish an oil painting and an assignment and then it's "Farewell, Malta" and of course "Goodbye, my friends", since I know that I'll definitely travel to the States, even if it is only for some weeks.

Sarah described everyone perfectly in her blog and I hardly dare to try the same, but she inspired me to tell my friends and my family back home about these awesome people who I met here.

Starting with Jonathan Nash from Alabama. He loves to climb and lead. He's very much into sport, no matter if football (the european version, of course) or rugby. It's not his first study abroad here on Malta. Some years ago he was in Austria and everytime he says something in German I have to smile.

Next one of the Alabama boys is Graham Hughes Lowman, another one who's crazy for football. He can talk about some players, whom I never heard of, like a child about superheroes. We share the same disgust against hospitals and would rather starve than to eat the muck there. Hughes would be an awesome politician - in a good sense - because when he defends something enthusiastically or wants to destroy it you immediately want to join.

Third guy from Alabama is James David Woodington. I don't want to reduce David to his perfect hair, but I have to write about it. When Mr. Woodington floats through the streets, you found much to your surprise, that the gods gave him an unmatched gift - perfect, golden hair. You have to see it, to believe me. Luckily David's also full of sarcasm, a sincere character and a high amount of knowledge about philosophy and theology. He wants to become a professor and I really want to visit one of his lectures someday, cause I'm sure he will be an awesome lecturer.

Number four of my favourite Americans is Janae Leann Enns, oh my, so many n's and e's and a's... Janae is best described with the words "batshit crazy" - in a good sense, of course. We share an awkward love for "Pocahontas", especially the song "Colours of the Wind". Sometimes she suprises me with things that aren't very typical for girls and she totally knows how shocked I feel. Furthermore she loves to hear German although she doesn't understand any words.

The fifth and my second most favourite is Sarah Marie Landerholm. As almost every citizen of the United States she has ancestors from other countries. However, she's not just showing off with her bajillion ancestors like other Americans, who I luckily don't hang around with that often. She celebrates her roots in a very enjoyable way. She knows about Japan's culture, it's language and has also been there before. Sarah likes to drink wine and to sit under the table. If one leads to the other? Not necessarily. She hates cats, but I will forgive the way she forgave me. ;)

The last one is John Fergerson Shults, guardian angel and absolute favourite among my new friends. When my sisters told me that my brothers had been kidnapped by aliens, I always thought they were dead, but obviously one could escape to the States. John harbours an unmatched love for guitars, he plays the guitar awesomely well and will definitely have something to do with them in the future. The good thing is that you can't only laugh with him all the time, but also discuss together, which reminds me on our 2hr conversation about serial killers and religion. Very inspiring! An incredible taste of music and the best imitation of the German language that I've ever heard, give him the final touch. He's a gem!

I could talk about them for hours, but it should be enough for now. All the more I am glad that I will see all them again someday, when I sit in one of David's lectures, cry a lot out of happiness as one of John's groommen at his marriage or when Sarah and I will visit her ancestor's country just out of fun. Those six persons who - including me - initially wanted to go somewhere else, but then came to Malta will be part of my heart and memories forever; and of course part of my calf. ;)

I love you, guys and thanks for everything.

Montag, 17. Mai 2010

Spiel – Satz – Sieg!



Booja! Grad Tennis gespielt und 15:10 zusammen mit Hughes gegen Jonathan und John gewonnen. Ich wusste nicht, dass Tennis Spaß macht. Aber anscheinend doch.

Noch 31 Tage und ich betrete deutschen Boden. Möchte ich das? Jain. Natürlich will ich unbedingt meine allerliebste Familie wieder sehen und endlich wieder mit Freunden was unternehmen, andererseits ist die Zeit hier einfach mit die bisher herausragendste in meinem Leben. Es ist ja nicht mal Malta, nach dem ich mich sehnen werde, sondern die ein oder andere Person, derer ich wegen die ein oder andere Träne fließen lassen werde. Zum Glück leben wir in Zeiten des Internets, so ist‘s schon mal leichter Kontakt zu halten und nächstes Jahr im September geht’s denn für ein zwei Wochen in die Staaten. Wer hätte gedacht, dass ich da mal hin will…?

Gestern haben wir Robin Hood im Kino geschaut und nun bin ich Russell Crowe Fan. Ich find ja Gladiator immer noch irgendwie langweilig, aber Robin Hood hat’s mir echt angetan. Popcorn schmeckt auf Malta übrigens kacke… ob gesalzen oder gezuckert. EKELHAFT!

Ich hab jetzt lange drüber nachgedacht und ich glaube, ich will einen zweiten Vornamen. Aufmerksame Zuhörer meinerseits wissen, welcher Name es sein soll und da ich im Internet nichts dazu gefunden habe, wüsste ich gern, ob Vater und Schwester des Gesetzes etwas darüber wissen. Ob’s einfach so geht und wie viel ein Buchstabe jeweils kosten würde.

Außerdem bin ich nun auf der Suche nach einer Taschenuhr. Keine doofe mit Batterien, nein eine alte, mechanische. Supercool!

Ansonsten werde ich demnächst einiges an Arbeit zu tun haben wegen der Examen und Hausarbeiten. Ein großes Minus geht da an das Erasmus-Programm, dass auf Malta für Englischstudenten dringend umkonzipiert werden muss. Aber ich darf ja nen Bericht schreiben.

Bis in 31 Tagen. :D

Sonntag, 9. Mai 2010

Was Malta aus mir macht




Ich glaube, ich werde ruhiger, besonnener oder was auch immer. Es tut auf jeden Fall gut. Nicht dass ich hier keinen Stress hätte, ich hab sogar mehr als daheim, aber irgendwas tut mir hier ganz gut und dieses Irgendwas werde ich definitiv als eigenes Souvenir mitbringen.

Ich trage jetzt übrigens Bart – Schnurrbart. Sehr lustig. Mittlerweile ist das Teil so lang, dass ich ihn essen kann. :D Hihihihi Entstanden aus einer bekloppten Jungsidee: „Lasst uns doch einfach alle einen Schnurrbart wachsen.“ Gesagt – getan. Nur dass ich mittlerweile der letzte bin, der ihn nicht gestutzt oder ganz rasiert hat. Ich halte eben mein Wort. Ich mag ihn – wir nennen ihn liebevoll den Flavour – Saver; eine Art Geschmacksspeicher. Denn essen ohne vollschmieren funktioniert noch nicht so ganz perfekt.

Ich war neulich mit einem anderen Studenten bei einer Lesung eines – oder besagt des – schottischen Dichters. Robin Robertson schreibt echt geniale Gedichte. Die Bücher waren alle sofort weg, sodass Jonathan (nicht der aus Alabama) und ich zwei seiner Werke dann online bestellten. Sehr inspirierend.

Ich schreib grad in kurzen Absätzen und dafür entschuldige ich mich. Ist aber auch schon nach Eins und ich will ja meine Lieben nur auf dem Laufenden halten.

Letztens waren wir alle auf Comino – der dritten Insel Maltas. Ein kleines Paradies mit einer blauen Lagune und vielen wunderschönen Klippen. Gegenüber des „Hauptstrands“ befindet sich eine kleinere Insel in ungefähr 200 – 300m Entfernung. Nun ja, nach etlichem inneren Hin und Her bin ich dann hinübergeschwommen. John und Jonathan waren schon seit einiger Zeit auf der anderen Seite und ich wollte nicht nur faul rumliegen. Gegen Ende waren dann die Arme etwas schlaff, aber der Teil, in dem ich 1,96m Riese nicht stehen konnte, war relativ kurz. Es hat sich definitiv gelohnt. Hab mir die Tauchermaske von Jonathan geschnappt und die Unterwasserwelt genossen. Überall Fische und Anemonen und was-weiß-ich. Wunderschön! Nach einer knappen halben Stunde ging’s dann zurück zur anderen Seite und ich meinte schon zu John, dass es doch recht knapp werden könnte für mich. Nun ja, die Strömung war um einiges stärker als zuvor und bei circa fünfzig Meter vor der Küste ging so gut wie gar nichts mehr. Sehr lustig; ich sah John so ungefähr fünf Meter vor mir und hab überlegt: ‚Entweder ruf ich einfach nach ihm und hoffe, er hört mich oder ich geh unter.‘ Nun ja, ich schreibe gerade, was beweist, dass er mich gehört hat, zurückkam und wir den restlichen Weg gemeinsam bewältigt haben. Ich möchte meinen, ihn meinen Schutzengel nenn zu dürfen. Danke noch mal dafür (was mich jetzt dazu zwingt das zu übersetzen. Gott bin ich faul!) Auf jeden Fall hab ich Glück gehabt, keine Ausdauer mehr wegen der Scheiße von vor nicht einmal zwei Jahren und das Bedürfnis nach meiner Rückkehr oft schwimmen zu gehen. Ihr braucht euch jetzt wegen der Story aber keine Sorgen machen. Ich sorge ja persönlich dafür immer jemanden in meiner Nähe zu haben, sobald es ins Meer geht.

Heute war der Valletta Grand Prix. Mehr eine Show mit Oldtimer als ein Grand Prix, aber super cool! Shelby Cobra, Ford Mustand, MGs – überall wunderschöne alte Autos. Und mittendrin ein extrem hässlicher Ford Escort – Baujahr wohl um die ’90. Der Moderator – ein Brite – kommentierte den Ford mit Sätzen wie: „Ich weiß gar nicht, was der hier macht.“ Oder „Eigentlich gehört der verboten.“ Sehr sehr lustig.

Ich habe in letzter Zeit viele interessante Gespräche über das Christentum und komme immer wieder zu dem Entschluss, dass meine Einstellung die für mich beste ist. Obwohl wohl einige Ecken und Kanten etwas abgerundet wurden.

Nun ja, ich werd wohl mal langsam ins Bett. Ich korrigiere die Texte übrigens nicht. Falls also irgendwo Fehler zu finden sind, bitte nicht allzu kleinlich sein. Es geht sowieso bergab mit meinem Deutsch. Wie dem auch sei – bis bald.

Donnerstag, 29. April 2010

Rom




Was soll ich sagen? Rom ist definitiv eine der schönsten Städte, in denen ich je war. Aber eins nach dem anderem.

Am Donnerstag ging es in der Früh gegen Fünf Uhr morgens zum Flughafen. Unser Flug Richtung Hauptstadt Italiens verließ Malta gegen Sieben. Fliegen ist für mich irgendwie immer noch etwas Atemberaubendes, auch wenn ich fast den ganzen Flug gepennt habe. Waren aber auch nur 45 Minuten, also nicht allzu lang.

Nach der Landung ging es mit dem Bus ins Zentrum Roms und nur fünf Minuten vom Hostel entfernt. Wir haben keine fünfzehn Minuten vom Kolosseum entfernt übernachtet. Und das für gerade mal 20€ pro Nacht. Das Hostel war super. Große Räume, alles sauber, kostenlose heiße Schokolade und Pasta werktags zum Abendbrot für lau.

Donnerstag ging’s direkt zum Kolosseum. Auf dem Weg dorthin erinnerte mich ein Großteil des Zentrums an Berlin. Schön mal wieder in einer Großstadt zu sein. Nebenbei wurde John noch von einer Taube angekackt. Hat sich also allein deshalb schon gelohnt.

Oh nebenbei bemerkt war in diese Woche Kulturwoche in Rom und jedes – vom Staat finanzierte Museum – war kostenlos. Perfect timing! Also umsonst ins Kolosseum und von der Schönheit dieses alten Gebäudes beeindrucken lassen. Ich liebe historische Bauten. Es ist als erzählte jeder einzelne Stein einen Teil der Geschichte des Ganzen.

Neben dem Kolosseum sahen wir etliche Kirchen, das unglaubliche Forum Romanum, den Palazzo de Venezia mit dem riesigen weißen „Palast“ und die Fontana de Trevi, das beeindruckendste und schönste Bauwerk, das jemals geschaffen wurde. Neben dem Castel del Angelo – dem Schloss der Engel. Ich war hin und weg – dreieinhalb Tage lang!
Wir waren im Vatikan, haben ständig Pizza und Eis gegessen, hatten den schlechtesten Tetrapak-Wein des Universums, dafür aber Desperados (!!!) und hatten die vier Tage durchweg verdammt viel Spaß.

Ich will gar nicht jeden Tag einzeln aufschreiben, das erzähl ich lieber alles mit den über 300 Fotos wenn ich wieder da bin.

Die Zeit in Malta war ja bis jetzt schon genial, aber Rom hat dem Auslandsstudium noch mal mehr Glanz verliehen. Der Glanz wurde zwar heute schon wieder von der Uni genommen, aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

Dienstag, 20. April 2010

Mir fällt kein Titel ein



Hachja, ich weiß gar nicht so recht was ich denn eigentlich schreiben soll. Übrigens geht der Sieg an meine Schwe und meinen Vater. Natürlich trage ichdie Pudelmütze ständig. :D Hihihihi, wie sie alle gucken. Na so etwas findet man hier eben nicht alle Tage, obwohl es einen Ami gibt, der meinem Stil doch recht ähnelt. Macht ihn natürlich umso cooler.

Ich guck mal eben die Fotos durch.

Ohja, da war zum einen das überaus gelungene Mittelalterfest in Mdina – der ehemaligen Hauptstadt Maltas. Unsere Mittelalterfeste mögen ja manchmal ganz cool sein, aber wenn sie in einer Stadt ohne Autos und umgeben von Mauern stattfinden ist’s schon noch ‘ne Ecke besser. Es gab Honigwein, einen Platz vollgepackt mit Falken, Adlern und Eulen, Flaggenwerfer und einen Kampf zwischen Rittern und Schützen.

Letzten Donnerstag entdeckten John und ich einen Sofortgrill für zwei Euro im – Achtung – zwei Euro Laden!!! Hamburger, Würstchen (denn Bratwurst gibt’s hier nicht…), Paprika und und und. War voll lecker und wird definitiv wiederholt.
Dann waren wir noch am Strand in Paradise Bay. Ein wunderschönes kleines Plätzchen mit glasklarem Wasser. War zwar anfangs etwas kalt, aber man hat sich schnell dran gewöhnt. Und weil wir Jungs sind, mussten wir natürlich auf Felsen klettern und ins Wasser springen. War verdammt lustig. Auch wenn ich nach der dummen Chemo nicht mehr so viel Ausauer hab, um ordentlich lange zu schwimmen, aber was soll’s.

Heute sind Jonathan, John und ich zum St. Peter’s Pool. Die zwei haben sich am Samstag Tauchmasken gekauft und diese heute eingeweiht. Ich bin einmal kurz ins Wasser, aber es war einfach zu kalt. Hoffe, es ist nächste Woche wärmer. Ist ja immerhin schon April…

Und Donnerstag geht’s nach Rom! Mann, bin ich aufgeregt. Wird sicher richtig richtig cool. Bis Sonntag verbleiben wir in Italiens Hauptstadt und sehen hoffentlich ganz viel. Rucksack ist gekauft, Ticket ist gebucht. Also muss ich nur noch den morgigen Tag überstehen.

Was gibt’s sonst so zu sagen? Ich hab verdammt viele Klausuren, denke aber, dass ich sie alle schaffe. Dazu noch ein Ölgemälde, acht Analysen von Gedichten und eventuell ein paar Hausarbeiten. Wenn ich daheim bin, werd ich den Erasmus-Herrschaften erstmal erklären, dass das doch etwas viel ist, genau genommen mehr als ich überhaupt in meinem jetzigen Studium machen muss… Aber vielleicht kann ich ja alles abrechnen und meine Master-Arbeit sogleich schreiben. Hab auch eventuell schon ein Thema; „Kinderbücher im Kino – Untertitel folgt. Hört sich doch schon ganz interessant an.

Ich komme wohl am 17. Juni wieder zurück. Nehmt euch also alle nichts vor an diesem Tag. Mit alle ist hauptsächlich die Familie angesprochen – wer sich dennoch nichts vornehmen möchte, dem sei es gestattet meine Rückkehr als Ausrede zu nutzen. Ich hoffe, dass sich der Vulkan auf Island bis dahin beruhigt hat.

Ansonsten habe ich gerade diverse Pläne in meinem Hirn entwickelt. Studium beenden, nebenbei doch endlich etwas mehr Geld verdienen und dann vielleicht für ein zwei Jahre in den Staaten leben. Wo genau weiß ich noch nicht, aber das ist jetzt mein nächstes Ziel – nach der Master-Arbeit versteht sich.

Zu guter letzt, danke an die besten Eltern des Universums für die vielen Fotos, die Schokolade und natürlich meine Pudelmütze. Hab euch alle lieb und wir sehen uns bald.