Freitag, 9. April 2010

Menschen aus aller Welt



Menschen aus aller Welt

Es ist Freitagabend und ich hab grad eh nicht viel zu tun. Zurück ins alte Zimmer, weil die Jungs morgen wieder da sind und gemerkt, dass der gruselige Pole nicht hier ist. Anscheinend ist auch der widerliche neureiche Junge mal auf Reisen gegangen. Ich hoffe, er bleibt nur allzu lange weg. Aber ich hab schon wieder neue Raumwechselpläne im Kopf. Hihihihi

Nach nun zwei Monaten hier, war gestern übrigens ein Deutscher – von dem ich dachte, er wäre Italiener – total überrascht, dass ich nicht Ami bin. Hahaha, so kann’s gehen.

Nun aber zum Thema; den Menschen, mit denen ich hier zusammenlebe. Amerikaner, Engländer, Franzosen, Italiener, Belgier, Holländer, Schweden, Deutsche, Japaner, Polen, Kanadier, Bulgaren, Finnen, Iren, und eventuell noch ein paar Länder, die ich vergessen hab.
Nun hat ja jedes Völkchen so seine Stereotypen. Wir Deutschen reden alle Bayrisch, tragen Lederhosen und trinken immerzu Bier. Gut, das mit dem Bier wurde von jedem Deutschen hier bestätigt, aber nicht mal die zwei aus München, die ich hier kennengelernt habe, tragen Lederhosen oder sprechen den grausamsten Dialekt der Welt.

Am besten komme ich – Überraschung, Überraschung – mit den Amis aus. Nicht nur mit den Jungs aus Alabama und den zwei Mädels aus Kalifornien, nein auch mit den anderen aus Gott weiß woher. Irgendwie haben es mir Amerikaner angetan. Und keiner von ihnen ist fett oder dumm. Und von Politik haben auch alle Ahnung. Also nicht ein einziger stereotypischer Ami dabei. Aber vielleicht studieren die stereotypischen U.S.-Bürger auch einfach nicht... Was mir überhaupt nicht gefällt, ist dass sie sich für jeden kleinen Rempler entschuldigen. Da muss man sich eigentlich nicht mal richtig berührt haben und das obligatorische Sorry folgt sofort.

Die Engländer – es gibt zwei und wenn sie reden, geht mein Herz auf. Theatralik in jedem einzelnem Wort. Herrlich! Hinzu kommt bei den Iren der Akzent.

Die Italiener – laut und selten in Englisch zu hören. Man trifft nicht viele an, die sich mit einem Nicht-Italo unterhalten. Gut, warum sollte man in einem Auslandsstudium auch Englisch sprechen? Sind ja trotzdem nett, ein zwei etwas zu dramatisch und egozentrisch, aber trotzdem nett.

Die Franzosen: Mit denen hat man noch weniger zu tun als mit den Italienern. Ich hör ständig neue Namen, weil ich die Leute einfach noch nie gesehen oder gehört habe. Gestern hat sich eine Französin zu uns gesellt und sich mit uns unterhalten, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie das auch getan hätte, wenn sie nüchtern gewesen wäre.

Schweden, Belgier und Holländer sind alle irgendwie wie wir Norddeutschen. Alle nett und freundlich. :D Hihihihi Nein ganz im ernst. Könnte alle von der Küste kommen.

Die Kanadier feiern und sind alle ein bisschen assi. Assi aber nicht im negativen Sinne, sondern im Partysinne. Grölen und so. Und sie sagen meist, was sie denken. Wenn da ein extrem fetter Kerl nun mal aus’m Pool rausgekrochen kommt, werden eben auch mal Witze gemacht. Von wegen Wale und so.

Die Deutschen: Es will nicht funktionieren. Hier im Wohnheim leben, glaube ich, acht bis zehn Deutsche und so richtig gut gequatscht hab ich bisher nur mit einem einzigen. Mal auf Englisch mal auf Deutsch. Irgendwie meiden sich Deutsche außerhalb Deutschlands. Schade eigentlich, aber andererseits gibt’s auch Schlimmeres. Zum Beispiel mit dem Polen in einem Zimmer zu leben.

Die Fotos zeigen zum einem die Regeln ein Haus weiter. Ich möchte vor allem auf Regel Nummer Sechs verweisen. Herrlich!
Und zum anderen meine hübschen Beine im hübschen Wasser. :D

7 Kommentare:

  1. Deine Beschreibungen sind nicht schlecht, auch wenn Du Dich mal wieder bis zu den Fußgelenken aus dem Fenster lehnst. Lasse Dich nicht zur Verallgemeinerung hinreißen, was den etwas anderen polnischen Menschen betrifft. Da kann sowas leicht zum Klischee werden.
    Wenn ich richtig nachdenke, gab es bisher keinen Menschen, mit dem Du länger als eine Woche ohne größere Reibungen in einer Bude leben konntest, ganz ohne eigene Nische und Rückzugsmöglichleiten. Vielleicht liegt´s auch daran - trotz aller Geselligkeit und sozialer Kompetenz.
    Halte durch und versuche, in einigen Situationen über den Dingen zu stehen.

    Al Terdum Merossi

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  2. Achja herrlich diese Klischees. Naja im Endeffekt ist ja in der Summe etwas daran, lernt man einzelne Menschen kennen, hat man die Möglichkeit zu differenzieren und tut das dann ja auch. Übrigens sind die Münchener die untypischsten Bayern, die es gibt. Ich war ja auch da und in München tickt die Zeit anders als in den ländlichen Gegenden. Ist etwas wie mit Paris und dem Rest Frankreichs.

    Die Regeln, einfach nur herrlich XD

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  3. Super Regeln Äffchen!
    Hab heute denien ganzen Blog am Stück aufgearbeitet und muss sagen, dass ich dich echt beneidde, so nen Auslandssemester mus super sein, und so viele MultiKulti Menschen... klingt wie nen Traum.
    Noch gespannter bin ich auf deine Erzählungen.
    Von jetzt an versuche ich deinen Beiträgen regelmäßig zu folgen.
    Versprochen!

    Liebe Grüße
    Der Ludi

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  4. Ich hab gestern ne Postkarte bekommen :3 Die is echt wunderländlichfantastisch. Gestern gab's übrigens ne Alice im Wunderland-Motto Party in unserem Designergebäude. Und ich hatte überhaupt keine zeit hinzugehen oder was vorzubereiten. Ist DAS nicht TRAURIG?!?!?!?!?

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  5. Cool, dann sollte demnächst die zweite folgen und das erinnert mich daran, dass ich unbedingt noch viele andere Postkarten schreiben muss. XD

    Das mit der Party ist echt schade. Gehst du eigentlich wieder zu FiSH?

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  6. Jaaaaa FiSH ist ja heute und ich freu mich. Bin ja wieder VIP und komm überall umsonst rein :3 Diesmal vom Filmbüro aus, juhu~ In 5h is Eröffnung, jippi jippi yeah!

    Streber Eber

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  7. Hahaha und wie sind die Japaner so? ;p

    Klingt als hättest du Spaß - Ich will auch!! T_T

    Und wegen meinem Blog--- naja, immer noch kein Photoshop und ausserdem bin ich momentan sehr busy mit Uni und Job und jeden Abend skypen mit Schatzi. :0 Im Mai kommt mich Shino, eine Freundin aus Japan, für ein paar Tage besuchen. Da muss auch noch einiges organisiert werden. X__x

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